Die Entscheidung ist gefallen, vielleicht schon vor Monaten. Trotzdem fühlt es sich nicht nach dem Neuanfang an, den alle versprochen haben.
Ein Lied im Radio, eine Erinnerung, ein leerer Sonntagnachmittag, und plötzlich ist alles wieder da.
„Ich dachte, nach einem Jahr wäre das durch. Ist es aber nicht.“
Ein Satz, den ich oft höreEine Trennung endet rechtlich und organisatorisch an einem bestimmten Tag. Innerlich endet sie selten so ordentlich. Körper und Gedächtnis brauchen ihre eigene Zeit, oft länger, als das Umfeld erwartet, und häufig länger, als Sie sich selbst zugestehen.
Wieder bei sich ankommen heißt nicht, die Trennung zu vergessen. Es heißt, die eigene Geschichte darin wiederzufinden.
Für viele Frauen bedeutet dieser Prozess mehr, als über den ehemaligen Partner hinwegzukommen. Es geht darum, die eigenen Muster zu verstehen, die in dieser Beziehung sichtbar geworden sind, und wieder Kontakt zu dem aufzunehmen, was schon vor der Beziehung da war: die eigenen Werte, Bedürfnisse und Vorstellungen von einem guten Leben.
In der Regel ist genau das der Unterschied zwischen einer Trennung, die sich wiederholt, und einer, aus der wirklich etwas gelernt wird.
Ein Verständnis dafür, welchen Anteil Ihre eigenen Muster an dieser und früheren Beziehungen hatten.
Raum, um Trauer, Wut und Erleichterung gleichzeitig zulassen zu dürfen.
Klarheit über sich selbst, mit der Sie, wenn Sie möchten, in eine neue Beziehung gehen können statt in eine Wiederholung.
Es gibt keinen zu frühen oder zu späten Zeitpunkt. Manche Frauen kommen wenige Wochen nach der Trennung, andere erst Jahre später, wenn sich ein Muster in einer neuen Beziehung wiederholt.
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