Sie wissen genau, dass diese Beziehung Ihnen nicht guttut. Trotzdem bleiben Sie. Sie merken, wie wenig Raum Ihre eigenen Bedürfnisse bekommen. Trotzdem sprechen Sie sie nicht an.
Von außen mag das unverständlich wirken. Von innen fühlt es sich oft an, als hätten Sie gar keine andere Wahl.
„Ich weiß, dass ich mehr verdient hätte. Aber ich traue mich nicht, danach zu fragen.“
Ein Satz, den ich oft höreSelbstwert entscheidet darüber, wie viel Sie sich in dieser Partnerschaft erlauben: wie viel Raum, wie viel Widerspruch, wie viel eigene Meinung. Ist der Selbstwert gering, wird jede Kritik zur Bedrohung und jede eigene Forderung zum Risiko, die Beziehung zu verlieren.
In der Regel entsteht ein geringer Selbstwert schon früh, durch Erfahrungen, in denen Zuneigung vor allem an Leistung, Anpassung oder Funktionieren geknüpft war. Wer als Kind lernt, dass es sicherer ist, klein zu bleiben, trägt dieses Muster oft unbemerkt in erwachsene Beziehungen hinein.
Es zeigt sich nicht als Gedanke, sondern als Gefühl: das stille Wissen, sich mehr anstrengen zu müssen als andere, um geliebt zu werden.
Ein realistischeres, stabileres Bild von sich selbst, unabhängig von der Zustimmung anderer.
Die Fähigkeit, die eigene Meinung zu äußern, ohne die Beziehung dadurch gefährdet zu sehen.
Mehr Ruhe im Umgang mit Kritik und mehr Klarheit darüber, was Sie sich wünschen.
Ja. Selbstwert ist kein festes Maß, sondern ein Muster aus Gedanken, Bewertungen und Erfahrungen. Neue, bewusst gemachte Erfahrungen verändern dieses Muster, auch nach Jahrzehnten.
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